Jura / Rechtswissenschaft

Wer Jura studieren möchte, muss auf einer Fachhochschule oder Universität den Studiengang Rechtswissenschaften belegen. Hier eröffnen sich für den Studenten verschiedene Spezifizierungen. So kann man sich für einen Studiengang in den Fachbereichen Europarecht, allgemeine Rechtswissensschaften, Sozialrecht oder öffentliches Recht entscheiden. Die Wahl des Studienganges bestimmt die späteren Arbeitsmöglichkeiten. Zugang zum Studium der Rechtswissenschaften erlangt man durch das Abitur oder ein Fachabitur.

Der Studiengang der allgemeinen Rechtswissenschaft beträgt in der Regel 9 Semester, also 4,5 Jahre. Danach schließt sich eine Praxiszeit, dem sogenannten Vorbereitungsdienst von weiteren 2 Jahren an. In der Regel dauert die gesamte Ausbildung zwischen 5 und 6 Jahren. Der Studienabschluss ist gegliedert in zwei Staatsexamen. Nach dem ersten Staatsexamen trägt der Student die Bezeichnung Referendar, nach dem zweiten Staatsexamen die Berufsbezeichnung Rechtassessor. Der Vorbereitungsdienst von 2 Jahren beginnt mit dem Bestehen des ersten Staatsexamens.

Studieninhalte:
Zu den Ausbildungsinhalten gehören vor allem die Grundlagen des Rechts. Der Jurist muss sich in allen relevanten Rechtsbereichen und Gesetzen auskennen. Dazu gehören auch die Geschichte und die Philosophie des Rechts. In den ersten 4 Semestern sind die verschiedenen Gesetze des Arbeitsrechts, Sozialrechts, Europarechts oder auch Bürgerlichen Rechts Ausbildungsgrundlage. Hinzu kommt die Ausbildung in der Fähigkeit zur Konversation in diesen Rechtsbereichen.

In der zweiten Hälfte der Ausbildung geht es um spezielle Rechtsbereiche, wie dem Strafrecht, dem Erbschaftsrecht oder auch dem Zivilprozessrecht. Hinzu kommt, dass eine Fremdsprache erlernt wird. Zudem werden die Studenten auch hier in der Konversation der verschiedenen speziellen Rechtsbereiche unterwiesen. Da Juristen nicht nur an einem Gericht oder einer eigenen Kanzlei tätig sein können, gehören zudem noch Mediation, Rhetorik, Verhandlungsführung oder Streitschlichtung zu den Ausbildungsinhalten.

Der Vorbereitungsdienst, beinhaltet die praktische Arbeit in verschiedenen Bereichen. Einige Bereiche sind Pflichtstationen, die absolviert werden müssen, hierzu gehören die Anwaltskanzlei, die Verwaltung, die Staatsanwaltschaft und das Gericht. Zudem können noch verschiedene Bereiche freiwillig durchlaufen werden.

Karriere nach dem Studium:
Nach dem Studium eröffnen sich für den Juristen verschiedene Möglichkeiten. In den meisten Fällen ist eine eigene Kanzlei oder die Arbeit an einem Gericht das Ziel des Studiums. Doch Juristen werden auch von großen Unternehmen als Firmenanwalt beschäftigt, es gibt die Möglichkeit als Mediator oder Unternehmensberater tätig zu werden. Auch die Arbeit als Staatsanwalt oder Richter sowie die Weiterbildung zu einem Fachanwalt sind möglich.



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