Allein muss nicht sein

In Hochschulen begegnet man jeden Tag hunderten, wenn nicht sogar tausenden anderen Studenten. Trotzdem ist es nicht immer leicht, Leute kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Dadurch, dass die Vorlesungen und Seminare nicht wie in der Schule im Klassenverband organisiert sind, sondern zu fast jedem Kurs andere Studenten zusammenkommen, sieht man seine Kommilitonen oft nur an wenigen Stunden pro Woche. Gerade beim Studium an einer Universität kann man daher schnell in der Anonymität untergehen und fristet ein einsames Studentenleben. Das muss nicht sein. Auch wer Probleme damit hat, offen auf andere Leute zuzugehen und Kontakte zu knüpfen, findet viele Möglichkeiten, Freunde fürs Leben zu finden. Wir haben ein paar dieser Möglichkeiten zusammengetragen.

Seminare und Tutorien
Im Gegensatz zu den großen Vorlesungen mit mehreren dutzenden bis hin zu hunderten anderen Studenten, finden Seminare und Tutorien in kleiner Runde statt. Hier werden in Gruppen von ca. 20-40 Leuten der Stoff aus Vorlesungen vertieft und spezielle Übungen durchgeführt. Durch die kleinen Gruppen lernt man sich auch besser kennen.

Lerngruppen bilden
Wem das Tutorium noch zu groß ist, der kann mit anderen Studenten eigene Lerngruppen bilden. Wenn du die Leute nicht direkt aus deinem Kurs rekrutieren möchtest, kannst du auch einen Aushang am schwarzen Brett machen und eine Lerngruppe neu eröffnen. Während man sich gemeinsam durch den Lehrstoff gebissen hat, sind schon viele Freundschaften entstanden.

Engagement bei AStA & Co
Beim AStA (= Studentenvertretung) und den zahlreichen weiteren Organisationen und Vereinigungen in Hochschulen (Fachschaften, etc) freut man sich immer über Unterstützung. Hier kannst du andere engagierte Leute kennenlernen und gleichzeitig etwas für alle Studenten der Hochschule tun. Außerdem macht sich die Mitarbeit auch gut im Lebenslauf.

Unisport
Zum Anfang jedes Semesters wird vom Hochschulsport ein Heft mit allen verfügbaren Sportkursen herausgegeben. Das Angebot ist, besonders in großen Unistädten, nahezu unbegrenzt. Von den Massensportarten wie Fußball und Volleyball über Fitness- und Alpin-Wanderkurse bis hin zum Jonglieren ist für jeden etwas dabei. Und in lockerer Atmosphäre beim gemeinsamen Sport lernt man schnell nette Leute kennen.

In eine WG ziehen
Diese Entscheidung kann sich vor allem für alle lohnen, die zum Studienbeginn in eine fremde Stadt ziehen. Wer sich keine einzelne Wohnung nimmt, sondern mit anderen Studenten zusammenzieht, kann direkt Kontakte knüpfen und Leute kennenlernen. Wenn du mit Studenten höherer Semester zusammenziehst, können sie dir auch noch bei Fragen zum Studium helfen.


Welchen dieser Tipps du auch in die Tat umsetzt – sei offen und geh auf andere Studenten zu. Dann wirst du dir schnell einen Freundeskreis aufbauen können. Und Freundschaften aus der Studienzeit können im Berufsleben Gold wert sein, wenn man sich gegenseitig mit Kontakten und Hilfestellungen unterstützt.



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