Als Student richtig krankenversichert: Private und gesetzliche Krankenversicherung im Vergleich

Vergleich private gesetzliche KrankenversicherungDie Studenten können in der Regel frei wählen, ob sie gesetzlich oder privat krankenversichert sind. Der größte Teil der Studenten ist bis zum 25. Lebensjahr meistens bei seinen Eltern mitversichert, bei geleistetem Zivil- oder Wehrdienst können sie bis zum Alter von 26 Jahren bei den Eltern mitversichert werden. Dabei handelt es sich um die sogenannte Familienversicherung. Sie entfällt bereits dann, wenn das Einkommen des Studenten den Betrag von 365 Euro, bei geringfügiger Beschäftigung bis 400 Euro, pro Monat übersteigt. Studenten, deren Eltern selbst bei einer privaten Krankenkasse versichert sind oder nicht in Deutschland leben, müssen sich selbst versichern.

Private oder gesetzliche Krankenversicherung: Was für einen Studenten eher infrage kommt

Die Krankenkassen, ob gesetzliche oder private, bieten den Studenten spezielle Tarife an. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind die Monatsbeiträge bei allen Anbietern gleich hoch. Sie sind in der Regel etwas günstiger als die Normaltarife. Die Sondertarife für Studenten enden jedoch spätestens dann, wenn der Student seinen 30. Lebensjahr vollendet hat. Die Ausnahmen, bei denen eine Verlängerung bewilligt werden kann, sind Kindesgeburt, längere Krankheit oder Zivil-/Wehrdienst. Auch nach der Vollendung des 14. Fachsemesters steigen die Beiträge deutlich an. Bei den privaten Krankenversicherungsanbietern sieht die Sache ein wenig anders aus. Sie bieten den Studenten unterschiedliche Tarife an, außerdem unterscheiden sich die männlichen Tarife in der Beitragshöhe von den weiblichen Krankenversicherungstarifen.

Die privaten Krankenversicherungen gewähren den Studenten die verbilligten Versicherungstarife etwas länger als es bei den gesetzlichen Versicherern der Fall ist. Bei coole-studenten.de findet man unter anderem viele nützliche Tipps zum Thema „studentische Krankenversicherung“. Die privaten Versicherungsanbieter bieten ein höheres Leistungsniveau an, das sich von Tarif zu Tarif stark voneinander unterscheidet. Der Einstieg in eine private Krankenversicherung kann sich vor allem für männliche Studenten bis zum 30. Lebensjahr besonders lohnen. Von der Beitragshöhe her sind die Unterschiede kaum bemerkbar, die Leistungen sind dagegen viel besser als bei einem gesetzlichen Anbieter. Bei Studentinnen sieht das etwas anders aus. Die Beiträge der privaten Krankenversicherung sind viel höher, der Einstieg ist hier also kaum lohnenswert. Bei einer gesetzlichen Krankenversicherung können die Ehepartner und Kinder beitragsfrei mitversichert sein, was einen deutlichen Vorteil gegenüber der privaten Krankenkasse ausmacht.

Die relevanten Leistungsunterschiede zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung

  1. Beitragsrückerstattung: Die privaten Versicherer gewähren den Versicherten fast ausnahmslos Rückerstattung mehrere Monatsbeiträge, falls man innerhalb eines Jahres keine Leistungen in Anspruch genommen hat. Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen werden solche Rückerstattungen grundsätzlich nicht vorgesehen.
  2. Kostenübernahme bei bestimmten Behandlungen: Bei manchen Leistungen, wie Naturheilverfahren, das Tragen einer Brille oder Kontaktlinsen, werden von den gesetzlichen Versicherungen keine Kostenerstattungen gewährt. Die privaten Versicherungsanbieter hingegen bieten solche Erstattungen bis zu einem gewissen Betrag an.

Bild: Ronny Richert / pixelio.de



top