Journalist werden: Der Weg vom Studium bis zum Job


Die Arbeit als Journalist bedeutet für viele den Traumjob. Die Tätigkeit wird meistens mit Interviews und Treffen mit berühmten und wichtigen Personen assoziiert. Für andere bedeutet der Job das Besuchen von attraktiven und spannenden Orten, hautnahes Erleben von einzigartigen Ereignissen oder Schreiben von Texten zu hochinteressanten Themen – und das alles bei freier Zeiteinteilung. In der Wirklichkeit sieht das jedoch manchmal ein wenig anders aus, obwohl der Beruf nach wie vor ein hohes Ansehen genießt. Im Artikel 5 des Grundgesetzes steht geschrieben, dass es im Grunde genommen jedem erlaubt ist, seine Meinung in Wort und Bild zu äußern und damit als Journalist tätig zu werden. Es gibt zwar keinen festgelegten Weg, um den Beruf ausüben zu können, möchte man jedoch den Berufseinstieg ohne anerkannte Qualifikation wagen, muss man in der Tat ein Ausnahmetalent sein.

Die Ausbildung als Journalist

Dem angehenden Journalisten stehen mehrere Wege offen, um seinen Traumberuf erlernen zu dürfen. Er kann ein Volontariat bei der Presse, im Radio oder bei einer Presseagentur absolvieren. Des Weiteren kann er beispielsweise die Berliner Journalistenschule von Axel Springer besuchen oder Journalistik als Haupt- oder Nebenfach studieren. In der Regel gibt es mehr Bewerber als Ausbildungsstellen, das spricht für die Attraktivität der Tätigkeit eines Journalisten. Damit es auch wirklich klappt, sollte man jedoch neben den Bemühungen um eine fundierte Ausbildung möglichst viele Kontakte knüpfen. Auf diese Weise sammelt man die ersten praktischen Erfahrungen bei kleinen Zeitungen vor Ort. Mit etwas Glück kann sich daraus nach der Ausbildung eine feste Anstellung oder freie Mitarbeit entwickeln.

Tätigkeitsfeld eines Journalisten

Für die Journalisten stehen verschiedene Möglichkeiten offen, um in diesem Beruf ihr Unterhalt zu verdienen. Die Mehrheit der Journalisten ist als freie Mitarbeiter tätig. Im Klartext bedeutet das, dass sie selbstständig sind und ihre Arbeiten als Einzelunternehmer vermarkten müssen. Die andere Möglichkeit ist eine feste freie Mitarbeit. Bei dieser Option bleibt man weiterhin selbstständig, schließt jedoch mit seinem Auftraggeber einen Vertrag ab. Der Vertrag garantiert dem Journalisten eine monatliche Vergütungspauschale sowie geregelte Kündigungsfristen. Bei manchen Fällen beinhalten solche Verträge das Recht auf Urlaub, Urlaubsgeld, Krankengeld und sogar eine 13. Monatszahlung. Die Einstellungsoption, als der sogenannte Pauschalist zu arbeiten, bedeutet, dass die Vergütung durch eine Monatspauschale und nicht anhand der Texte und Bilder geschieht. Man kann auch als arbeitnehmerähnlicher Journalist tätig werden. Bei diesem Beschäftigungsmodell besitzt man ähnliche Rechte wie ein Arbeitnehmer (zum Beispiel Anspruch auf einen Urlaub). Zu guter Letzt gibt es auch Journalisten, die in Festanstellung beschäftigt sind, was jedoch eher eine Ausnahme darstellt.

Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de



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