Berufsakademie / Akademie

Im Gegensatz zu Universitäten und Fachhochschulen kannst du im Studium an einer Berufsakademie keinen akademischen Abschluss erreichen. Zwar verleihen auch Berufsakademien den Grad „Bachelor“, der ist aber trotz Namensgleichheit nicht mit dem Bachelor einer Uni oder FH identisch.

Wikipedia sagt dazu:

„Eine Berufsakademie (BA) ist eine Studieneinrichtung im tertiären Bildungsbereich, die eine starke Praxisorientierung aufweist, aber im Gegensatz zur Universität und Fachhochschule nicht den rechtlichen Status einer Hochschule besitzt und deshalb auch keine akademischen Grade verleihen kann.“

An der Berufsakademie wird ein duales Studium angeboten. Das bedeutet, dass du einen dreijährigen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen abschließt. Dort findet dann die Hälfte der Ausbildung, nämlich der betriebliche Teil, statt. Die andere Hälfte verbringst du im Studium an der Berufsakademie. Diese beiden Phasen wechseln sich bei den meisten dualen Studiengängen im Drei-Monats-Rhythmus ab.

Um ein Studium an einer Berufsakademie aufnehmen zu können, musst du mindestens die Fachhochschulreife vorweisen können. Außerdem brauchst du den oben erwähnten Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen. Viele Berufsakademien, die duale Studiengänge anbieten, haben Kooperationen mit Unternehmen abgeschlossen und helfen dir bei der Suche nach dem Ausbildungsplatz. Dazu solltest du dich auf jeden Fall ausführlich informieren.

Nach dem Studium an der Berufsakademie inkl. erfolgreich abgeschlossener Ausbildung werden die Absolventen durchschnittlich zu 80% von ihren Ausbildungsbetrieben in ein festes Angestelltenverhältnis übernommen. Das hat eine Studie der Direktorenkonferenz der Berufsakademien ergeben. Wer allerdings noch einen Master nach seinem Berufsakademie-Abschluss machen möchte, der kann Schwierigkeiten bei der Suche nach dem passenden Masterprogramm bekommen. Die meisten Universitäten nehmen für ihre Master-Studiengänge Berufsakademie-Abgänger gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen auf. Der Start in den Job gelingt dafür nach dem dualen Studium umso besser. Und einen weiteren Vorteil hat das Studium an einer Berufsakademie auch: Du verdienst schon während der Studienzeit dein eigenes Geld.

ACHTUNG: In Deutschland gibt es auch viele Institutionen, die sich „Akademie“ nennen. Diese Einrichtungen haben nichts mit den Berufsakademien zu tun. Die (oft privaten) Akademien bieten meistens Studiengänge ausländischer Universitäten oder eigene Abschlüsse an. Du kannst also keinen in Deutschland akkreditieren Bachelorabschluss erreichen, sondern „nur“ z.B. einen Bachelor of Honours einer englischen Hochschule. Manchmal erhältst du nach dem Akademie-Studium gar keinen akademischen Grad und wirst große Probleme haben, einen Master-Studiengang an einer Fachhochschule oder Universität zu belegen. Auch die Karrierechancen sind ohne den akademischen Abschluss nicht die besten. Aber natürlich gilt auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel. Du solltest dich zum Studium an einer Akademie aber ausführlichst informieren, um nachher nicht viel Geld für ein Studium bezahlt zu haben, was dich nicht weiterbringt.

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