Fachhochschule

Wikipedia schreibt über die FH:

„Die Fachhochschule (FH) ist eine Hochschulform, die Lehre und Forschung auf wissenschaftlicher Grundlage mit anwendungsorientiertem Schwerpunkt betreibt. Fachhochschulen führen zunehmend die Bezeichnungen Hochschule oder Hochschule für Angewandte Wissenschaften, kurz HS oder HAW, sowie die entsprechenden englischsprachigen Bezeichnungen University oder University of Applied Sciences.“

Für ein Studium an einer Fachhochschule wird zugelassen, wer über die allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder die Fachhochschulreife (auch Fachabi genannt) verfügt. Zudem kann man es auch mit Realschulabschluss und einem Meistertitel aus dem Handwerksbereich über das „Meister-Abi“ in die Fachhochschule schaffen.

Das Studienangebot an Fachhochschulen ist nicht so breit gefächert wie ein Studium an einer Universität. FHs bieten Studiengänge aus den Bereichen Natur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie technische und künstlerische Studienprogramme an. Das Studium an einer Fachhochschule zeichnet sich durch die große Praxisnähe und die kleinen Studiengruppen aus. Während man beispielsweise im BWL-Studium an einer Universität zehn Theorien zu einem wissenschaftlichen Bereich lernst, werden dir an der Fachhochschule die drei wichtigsten und anerkanntesten Theorien vermittelt, die du dann anschließend durch Beispiele in die Theorie überträgst. Der Unterricht an Fachhochschulen ist auch mehr verschult als an Universitäten. Das ändert sich zwar derzeit durch die Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge, jedoch ist die persönliche Betreuung an einer FH nach wie vor besser.

Was sind die Vorteile eines Studiums an einer Fachhochschule? Durch die gute Betreuung und den meist engen Kontakt zu Dozenten und Professoren ist es für Studenten, die sich mit Selbstdisziplin und Motivation schwer tun, einfacher, das Studium erfolgreich zu beenden. Das heißt aber natürlich nicht, dass auch der dümmste Student an der FH seinen Abschluss bekommt. Auch ein Studium an der Fachhochschule bringt, genau wie ein Uni-Studium, das sogenannte Selbststudium mit sich. Das ist die Zeit, die du zu Hause oder in der Bibliothek über Büchern und Skripten verbringst und dir selber Sachen beibringst. Auch die kleinen Studiengruppen mit 40 – 80 Studierenden erleichtern das Lernen. Dadurch ist das Studium an der FH auch nicht so anonym wie an der Uni. Die meisten Studenten triffst du in vielen Kursen wieder. So können sich schneller Freundschaften entwickeln.

Und was sind die Karrierechancen nach dem FH Studium? Durch die Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge stehen FH-Absolventen prinzipiell die gleichen Wege offen wie den Kollegen von der Uni. Wer einen Bachelor an einer Fachhochschule macht, kann danach an der Uni einen Master machen. Zumindest ist es so angedacht. In der Praxis verlangen viele Unis von FH-Absovlenten zusätzliche Prüfungen, bevor sie zugelassen werden. Hier sollte man sich früh informieren. Wer direkt in den Beruf starten will, ist mit einem Studium an einer Fachhochschule auch gut bedient. Eine Absolventenbefragung der Zeitschrift SPIEGEL hat ergeben, dass FH-Absolventen quer durch fast alle Fachbereiche schneller eine Vollzeitstelle als ihre Kommilitonen von der Uni gefunden haben. Und auch danach geht’s erstmal schneller aufwärts: Fünf Jahre nach Studienabschluss arbeiten laut einer HIS-Absolventenstudie rund ein Drittel der Fachhochschul-Alumni in einer Leitungsfunktion. Im Vergleich: Bei den Uni-Leuten sind es nur 20 Prozent.

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