Universität

Wikipedia sagt:

„Universitäten sind Hochschulen mit Promotionsrecht, die der Pflege und Entwicklung der Wissenschaften durch Forschung, Lehre und Studium dienen, ein möglichst umfassendes Fächerspektrum (Universalität) bieten sowie ihren Studenten wissenschaftsbezogene Berufsqualifikationen vermitteln sollen.“

Vereinfacht kann man sagen, dass Universitäten die höchsten Bildungseinrichtungen in Deutschland sind. An einer Universität kann nur studieren, wer die Allgemeine Hochschulreife (also das Abitur) oder die fachgebundene Hochschulreife erreicht hat. Fachabi und Fachhochschulreife reichen nicht aus.

Im Studium an einer Universität wird man wissenschaftlich ausgebildet. Die Vermittlung theoretischer Kenntnisse nimmt einen viel größeren Platz in der Lehre ein als zum Beispiel an Fachhochschulen. Diese wissenschaftliche Ausbildung bringt dir bei, sorgfältig zu arbeiten und zu recherchieren und ermöglicht dir durch die breite Basisbildung, dich für viele verschiedene Bereiche zu spezialisieren. Ein Studium an einer Universität ist dementsprechend eher ein generalistisches Studium.

In einem Uni-Studium bist du des öfteren auf dich allein gestellt. In den Vorlesungen und Seminaren wird zwar der Lehrstoff behandelt, es wird allerdings auch sehr viel Wert auf eigenständiges Erarbeiten der Themenfelder gelegt. Du wirst sehr viel aus Büchern lernen müssen, anstatt es von den Professoren und Dozenten „vorgekaut“ zu bekommen. Daher erfordert ein Studium an der Uni auch Selbstdisziplin und die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren.

Im Gegensatz zu den anderen Hochschularten sitzt man in Uni-Vorlesungen auch schon mal mit 1.000 anderen Studierenden in einem Hörsaal. Wenn man kontaktfreudig ist, kann man dadurch sicherlich sehr viele Leute kennenlernen. Manche mögen diese Menschenmassen in Vorlesungsräumen aber sicherlich nicht so sehr, vor allem, wenn es mal wieder weniger Stühle als anwesende Studenten gibt. Auch mal auf den Treppen zu sitzen gehört im Uni-Studium fast schon dazu. Der Studienqualitätsmonitor des Hochschul-Informations-Systems (HIS) hat auch herausgefunden, dass vor allem die Studierenden an Universitäten unter überfüllten Hörsälen leiden. 50 Prozent von ihnen fühlen sich beim Lernen beeinträchtigt, bei den Fachhochschul-Studenten sind es nur 20 Prozent.

Du musst für ein Studium an der Universität also Ehrgeiz mitbringen. Dafür wirst du auch mit der größten Auswahl an Möglichkeiten nach dem erfolgreichen Studienabschluss belohnt. Mit einem Universitätsabschluss kannst du promovieren („einen Doktor machen“) und eine wissenschaftliche Karriere als Forscher einschlagen oder mit dem Doktortitel in die Wirtschaft wechseln. Zudem kannst du nach dem Bachelor-Abschluss natürlich auch sofort ins Berufsleben einsteigen oder einen Master dranhängen. Als Uni-Absolvent hat man bei manchen Unternehmen die Nase gegenüber Absolventen einer FH vorn, weil diese gezielt nach wissenschaftlich ausgebildeten Mitarbeitern suchen. Das gilt zum Beispiel für renommierte Unternehmensberatungen. Und wenn es um die ganz große Karriere geht, sind Uni-Absolventen auch im Vorteil, denn für die Jobs in der Leitungsebene unterhalb des Vorstands in Unternehmen werden ehemalige Universitäts-Studenten klar bevorzugt. Nur einer der Vorstände aller deutscher Dax-Unternehmen kommt von einer FH.

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